Gedächtnis des Menschen (Krankheiten)

Gedächtnis des Menschen (Krankheiten)

Unter der Bezeichnung Gedächtnis versteht die Medizin das Aufnehmen, das Abspeichern sowie das im Anschluss daran wieder stattfindende Abrufen der Sinneseindrücke. Der größte und komplizierteste Teil des Gedächtnisses ist das Langzeitgedächtnis. Bevor Daten im eigentlichen Verständnis im Gedächtnis ankommen, müssen sie zunächst durch das sogenannte sensorische Gedächtnis hindurch, um an das Kurzzeitgedächtnis weitergeleitet zu werden. Es landen ausschließlich Informationen im Langzeitgedächtnis, die auch wichtig genug sind. Die zentralste Rolle, um eine Übertragung der Informationen zwischen dem Kurzzeitgedächtnis zum Langzeitgedächtnis zu initiieren, nimmt der Hippocampus ein. Dieser Bereich liegt im mittleren Großhirnbereich. Es wird in der Medizin auch als limbisches System bezeichnet. Es ist in diesem Bereich von zentraler Bedeutung für die Ausbildung der Triebe und Emotionen.

Was genau ist das Kurzzeitgedächtnis?

Man versteht unter dem Kurzzeitgedächtnis, das sogenannte aktivierte Gedächtnis. Dieser Teil des Gedächtnisses hält einige Informationen lediglich für einen kurzen Zeitraum fest. Hierzu gehört das Merken einer Telefonnummer oder ähnliches. Nachdem die Nummer in den Speicher des Handys abgespeichert wurde, vergessen Sie im Normalfall die Nummer wieder. Man rechnet mit einer Speicherdauer der Informationen von ca. 20 Sekunden. Hieraus folgt, dass alle Informationen, die bereits für eine halbe Stunde von Ihnen abrufbar sind im Langzeitgedächtnis gespeichert worden. Man kann ebenso davon ausgehen, dass das Kurzzeitgedächtnis als ein probater Filter fungiert für Informationen. Hier findet eine automatische Trennung der Informationen zwischen wichtig und unwichtig statt.

Was genau ist das Langzeitgedächtnis?

Hier werden alle Informationen abgespeichert, die wichtig sind und zumeist mit Gefühlen und Einübungen verbunden sind. Informationen, die hier abgespeichert sind, werden erfahrungsgemäß über einen langen Zeitraum abgespeichert. Es handelt sich hierbei um das dauerhafte Speicher-System des Gehirns.

Erkrankungen des Gedächtnisses

Gedächtnisdefizite werden oftmals durch sehr schwere Erkrankungen ausgelöst. Im Regelfall gehören hier Erkrankungen, wie Demenz, Amnesie oder auch Alzheimer. Menschen, die hin und wieder einmal überarbeitet waren, werden feststellen, dass sie ab und an zerstreut sind und dazu neigen einmal etwas zu vergessen. Dieser Sachverhalt ist nicht schlimm, das passiert jedem Menschen einmal. In diesem Prozess der Überarbeitung werden Informationen teilweise nicht sachgerecht weitergegeben und verarbeitet. Gehirnerschütterungen lösen ebenso teilweise Gedächtnisdefizite aus. Neben den aufgezählten gravierenden Erkrankungen können folglich auch leichtere Krankheitsbilder Gedächtnisdefizite auslösen.

Alzheimer als schwere Erkrankung des Gedächtnisses

Die Alzheimer – Erkrankung ist eine gravierende neurodegenerativen Erkrankungen. Man kann sie bis zum heutigen medizinischen Entwicklungsstand nicht heilen. Tückisch ist in diesem Bereich, dass nicht alle Anzeichen in einem frühen Stadium ersichtlich sind. Gängige Symptome hierbei sind:

– Das Äußere wird vernachlässigt
– Die reine Muskelkraft lässt nach
– Dinge werden immer wieder verlegt
– Die Betroffenen neigen zu Wutausbrüchen.

Demenz als schwere Erkrankung des Gedächtnisses

Die Erkrankung Demenz zeichnet sich darüber aus, dass die Beeinträchtigungen des Verhaltens und der Wahrnehmung sowie der motorischen Fähigkeiten gegeben ist. Es gibt in diesem Kontext eine Reihe von Erkrankungen, die eine Symbiose zwischen den Merkmalen der Alzheimererkrankung sowie der Merkmale der Demenzerkrankung bilden. Auch hier werden fundamentale Beeinträchtigungen des Gedächtnisapparats festgestellt.

Fazit

Das Gedächtnis ist eines der unterschätzten Merkmale des Gehirns. Im Regelfall erleben Sie erst die Ernsthaftigkeit eines funktionierenden Gedächtnisses, wenn aufgrund von Erkrankungen ernsthafte Beeinträchtigungen im täglichen Leben entstehen. Grundsätzlich sollten hier besonders bei genetischen Vorerkrankungen, wie Demenz, auf Symptome geachtet werden, die auf eine Wesensänderung in Verbindung mit dem Gedächtnis schließen lassen. Zum aktuellen Zeitpunkt kann man den Krankheitsverlauf nicht heilen oder in Gänze stoppen, dennoch sind medikamentöse Behandlungen und Gedächtnistrainings hier angebracht und zu empfehlen.